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Medizin aus dem Kochtopf: Kitchari – das Wohlfühlgericht aus dem Ayurveda

Nach dem vielen Essen der vergangenen Tage fühlt sich dein Körper tonnenschwer an, deine Augenlider sind geschwollen, du könntest nur noch schlafen? So gut sie waren, all die Kekse und Festmahle, jetzt ist es genug. Nein, es muss ja nicht gleich eine Diät sein. Aber ein Gericht, das gut schmeckt und den Körper nicht belastet, sogar noch beim Entschlacken hilft, das wär was. Einfach zu kochen sollte es auch sein. Und leicht zu verändern, damit keine Langeweile aufkommt. Wo gibt es denn sowas, fragst du dich vielleicht.

Die Antwort heisst Kitchari, und sie kommt aus Indien. Das ebenso simple wie geniale Gericht aus Gemüse und Hülsenfrüchten ist die Basis gesunder, ayurvedischer Ernährung und kann vom leichten Gericht zum Wieder-Einrenken der Verdauung bis hin zum täglichen Mahl bei der kompletten Detox-Kur abgewandelt werden.

Die Zutaten:

  • 1 Tasse Basmati Reis
  • 1 Tasse Mung Dal oder rote Linsen (geschält)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel
  • 1 EL Ghee (geklärtes Butterschmalz)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (etwa so groß wie die Knoblauchzehe)
  • 3-4 Selleriestangen
  • eine Handvoll Granatapfelkerne

Die Gewürze:

1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Kurkuma, je 1 Prise Assa foetida (Hingh), gemahlenen Bockshornklee und schwarzen Pfeffer, 1 TL getrockneter Thymian, etwas scharfe Currymischung oder Chili, Salz. Getrocknete Chilifäden zur Dekoration.

Die Zubereitung

Den Basmatireis wie gewohnt kochen (besonders angenehm im automatischen Reiskocher).

Für das Kitchari in einem Topf (am besten Gusseisen) Ghee erhitzen, darin Kreuzkümmel und ganz fein geschnittene Ingwer- und Knoblauchstückchen, sowie kleinwürfelig geschnittene Zwiebel anrösten, zum Schluss Kurkuma und die restlichen Gewürze (außer Salz) beifügen und ebenfalls gut anrösten. Mit 2-3 Tassen Wasser ablöschen und die Linsen bzw. den Mung Dal einrühren, aufkochen und gelegentlich umrühren, damit sich nichts anlegt.

Inzwischen die Süßkartoffel schälen und in ca. 1cm große Würfel schneiden, in den Topf geben und mitkochen lassen. Dann die Selleriestangen waschen, die Blätter davon abschneiden, hacken und aufbehalten zum Bestreuen des fertigen Gerichtes. Die Stangensellerie in feine Streifen schneiden und ebenfalls in den Topf geben.

Insgesamt soll das Kitchari rund ½ Stunde köcheln. Je nachdem, wie lange du den Deckel drauf lässt, kocht sich die Flüssigkeit mehr oder weniger ein, und es bleibt deinem persönlichen Geschmack überlassen, wie flüssig du dein Kitchari haben möchtest. Jedenfalls soll es so lange kochen, bis die Linsen oder Mung Bohnen nicht mehr bissfest sind.

Das Salz und die Feinabstimmung mit Gewürzen deiner Wahl kommen erst ganz zum Schluss zum Einsatz, weil Salz den Garvorgang der Linsen behindert und du sie in salziger Flüssigkeit ewig kochen musst, bis sie wirklich weich und damit gut verdaulich sind.

Zum Anrichten drückst du den gekochten Basmatireis, den du mit etwas Butter verfeinert hast, in eine kleine Schüssel und stürzt den Reisgupf auf den Teller. Darum herum wird das Kitchari angerichtet, das du mit den fein gehackten Sellerieblättern bestreust. Einige Granatapfelkerne machen sich gut als Begleitung sowohl wegen der Optik als auch wegen ihrem süß-säuerlichen Kontrast, über den Reis kommen einige Chilifäden.

Zugegeben, die Zutaten in diesem Rezept sind teilweise etwas exotisch und nicht unbedingt in jedem Haushalt vorhanden und daher vielleicht zu Beginn auch etwas ungewohnt. Wenn du kein Ghee möchtest, kannst du stattdessen zum Anbraten Öl verwenden. Und wenn du mit den Gewürzen nicht gleich groß einsteigen willst, dann kannst du deine ersten Kitchari-Versuche mit einer herkömmlichen Currymischung starten. Es lohnt sich aber, die Welt der Gewürze des Ayurveda zu ergründen, und du wirst sehen: Kein Vergleich im Geschmack!

Was die Gemüse anlangt, so richte ich mich immer nach dem Angebot, das die Saison vorgibt. Gut geeignet für Kitchari sind neben den hier verwendeten Zutaten auch Zucchini, Karotten, rote Paprika, grüne Bohnen oder Pastinaken und alles andere Gemüse, das du gerne isst. Deiner Kreativität sind bei Kitchari keine Grenzen gesetzt!

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