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Wenn der Krebs vorbei ist, die Nachwirkungen aber noch nicht…

Zum Glück ist es heute so, dass Krebserkrankungen immer öfter in sehr frühen Stadien erkannt und erfolgreich gezielt behandelt werden können. Die Erkenntnisse der Krebsforschung haben es ermöglicht, dass moderne Therapiestrategien immer treffsicherer sind und weniger Nebenwirkungen und Folgeschäden nach sich ziehen, als das früher der Fall war. Die Folge davon ist, dass es glücklicherweise mehr Menschen als je zuvor gibt, die „ihren Krebs“ gut überstanden haben und in ein annähernd normales Leben „danach“ zurückkehren.

Man sollte also meinen, wir würden vor lauter Glück bis in alle Ewigkeit frohlockend unser Dasein genießen und uns durch nichts davon abbringen lassen. Wenn nur erst einmal die Therapien überstanden, die Kontrolluntersuchungen unauffällig und alle Befunde im grünen Bereich sind. Wo das Schlimmste doch endlich überstanden ist!

Aber warum tauchen dann immer wieder unerwartet alle möglichen Schwierigkeiten auf, mit denen man sich herumschlagen muss?!?

Krebstherapie geht nicht nur dem Krebs an den Kragen

Der Kampf gegen den Krebs ist ein gnadenloser, da lässt es sich nicht hundertprozentig vermeiden, dass durch Chemo- oder Strahlentherapie auch gesundes Gewebe getroffen und geschädigt wird. Steuer- und Regelkreise, die das reibungslose Zusammenspiel der unterschiedlichen Körperfunktionen gewährleisten, werden durcheinandergebracht. So kann es zu verschiedensten, unliebsamen Nebenwirkungen der Therapie kommen.

Im Gegensatz zum selbst oft nicht direkt wahrnehmbaren Krebs sind die Auswirkungen der Therapie für die Betroffenen leider oft sehr deutlich spürbar und geben ihnen erst das Gefühl, so richtig wirklich krank zu sein. Mehr als die Krankheit selbst in ihrem anfänglichen Stadium. Für jedes der eingesetzten Medikamente gibt es eine unendlich lange Liste mit bekannten „unerwünschten Wirkungen“, die man unter Umständen in Kauf nehmen muss. Manche können recht heftig ausfallen und sofort auftreten, unmittelbar während der Behandlung. Viele Nachwirkungen der Krankheit und Nebenwirkungen der Behandlung machen sich aber erst mit einiger Verzögerung bemerkbar.

Neben- und Nachwirkungen sind unvermeidlich im Kampf um Leben und Tod

Dass dann eine bestimmte, irgendwann viel später auftretende Veränderung bei einem Patienten im Zusammenhang mit der Chemotherapie vor etlichen Monaten steht, erkennt der behandelnde Arzt vielleicht nur deshalb, weil er sie als „typische Nebenwirkung“ der Substanz X oder Y kennt.

Oder weil etwas gemessen wird, was nicht der gesunden Norm entspricht. Stellt der Arzt etwa bei einem Routine-Laborbefund fest, dass bestimmte Leberwerte verändert sind, dann kann das deswegen der Fall sein, weil die Leber in ihrer Funktion als Entgiftungsorgan mit der „Schadstoff-Entsorgung“ der Chemotherapie an ihre Grenzen stößt.

Diese Veränderung der Laborwerte ist in Zahlen zu fassen und kann dokumentiert werden. Also ist sie real. Genauso wie ein Gewichtsverlust – eine Folge von Appetitlosigkeit, ständiger Übelkeit und vielleicht auch noch häufigen Durchfällen – auf der Waage durch den Vergleich mit früheren Gewichtswerten deutlich abzulesen ist. So gibt es eine ganze Reihe von körperlichen Veränderungen, die messbar sind, objektivierbar und damit legitim. Sie müssen also auch anerkannt werden.

Anders ist das zum Beispiel bei Schmerzen, die man ja nicht direkt messen kann. Der Patient, der Pech hat und an den falschen Arzt gerät, erhält auf seine Klage über Schmerzen als Antwort, „Das gibt es nicht!“, und wird so glatt zum Lügner gestempelt.

Sich schlecht fühlen ist nicht messbar

Wenn sich Menschen nicht wohlfühlen, ist das von außen nicht immer gleich so deutlich nachzuvollziehen. Man kann Wohlbefinden ja nicht messen! Viele Betroffene behalten es denn auch lieber für sich, wenn sie sich nicht so recht wohlfühlen, und haben die unterschiedlichsten Gründe dafür, warum sie sich niemandem anvertrauen möchten. Weil sie nicht zur Last fallen wollen, ist einer davon. Oder sie fürchten, für undankbar gehalten zu werden, gegenüber dem Schicksal, dass sie eine so schwere Krankheit überstehen durften und sich nun wegen Lappalien beklagen.

Jemand, der eine Krebserkrankung und ihre Behandlung überstanden hat, kann niedergeschlagen, müde und traurig sein, kann schlecht schlafen und noch dazu das Gefühl haben, der einzige Mensch auf der ganzen großen, weiten Welt zu sein, dem es so geht. Dabei sind Befindlichkeitsstörungen wie Depressionen oder chronische Müdigkeit (auch als Fatigue-Syndrom bezeichnet) bei Krebspatientinnen und -patienten überdurchschnittlich häufig.

Befindlichkeitsstörungen treten ganz häufig nach einer Krebserkrankung auf

Es mag ein kleiner Trost sein, zu hören, dass es noch ganz viele andere Betroffene gibt und diese unangenehmen Erscheinungen tatsächlich so etwas wie Nebenwirkungen sind. Obwohl sie sich nur auf einer subtilen Ebene bemerkbar machen und nicht direkt messbar sind, haben sie doch einen realen biochemischen Hintergrund.

Dank der intensiven Forschungen zum Thema wissen wir heute schon einiges über die Auswirkungen, die das vom Krebs und seiner Behandlung ausgelöste chemische Chaos auf Körper und Psyche hat, wie in einer amerikanischen Studie zum Thema klar bewiesen werden konnte[1]. Dazu werde ich demnächst berichten.

Der Stein der Weisen, um diese Nachwirkungen auszuschalten, ist zwar noch nicht gefunden, aber immerhin tun sich durch das fortschreitende Verständnis neue Möglichkeiten auf, wie wir besser damit zurechtkommen können. Zum Glück gibt es unterschiedlichste Strategien, die beim besseren Zurechtkommen und sich wieder wohlfühlen helfen.

In meinem Blog werde ich ganz viele davon vorstellen und hoffe, du kannst dir etwas davon für dich herausholen und umsetzen.

Was hat dir geholfen? Ich freue mich über jeden Kommentar 🙂

Tu Dir was Gutes!

 

[1] Miller AH, Ancoli-Israel S, Bower JE, Capuron L, Irwin MR (2008) Neuroendocrine-immune mechanisms of behavioral comorbidities in patients with cancer. J Clin Oncol 26 (6):971–982. DOI: 10.1200/JCO.2007.10.7805

 

39 thoughts on “Wenn der Krebs vorbei ist, die Nachwirkungen aber noch nicht…”

  1. Vielen Dank für Deinen guten Post. Ich hatte damals lange Zeit auch mit dem Fatique-Syndrom zu kämpfen. Ich habe mich bei meiner Reha in Bad Schwartau dazu bekannt und habe mich in einer Gruppe zu den Thema weitergebildet. Ich habe dort wieder sehr gespürt, wie wichtig es ist ein Tagebuch zu führen. Ich habe dann auch angefangen ein Energietagebuch zu führen. Da habe ich mir die ganzen Aktivitäten des Tages festgehalten. Da habe ich zum ersten Mal so richtig gemerkt, dass mein Tag voller Aktivität war und ich mich zu wenig schonte. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich etwas ändern muss. Ich bin dort in Bad Schartau in eine Buchhandlung gegangen und habe mir das Buch von Helene Zumsande gekauft. Sie hat das Buch geschrieben: Tu was Dir am Herzen liegt. Dieses Buch hat mich so sehr beeindruckt, dass ich mich Abends in mein Zimmer setzte und den Entschluss fasste, selbst ein Buch zu schreiben. Das Schreiben tut mir sehr gut. Am nächsten Tag ging ich wieder in die Buchhandlung und erkundigte mich, wie ich es anstellen kann, selbst ein Buch zu schreiben. Die nette Verkäuferin gab mir den Tipp, mich an booksondemand zu wenden. Am selben Abend schrieb ich noch eine EMail an den Verlag und teilte Ihnen mit, was ich vor habe. Am darauffolgenden Tag hatte ich schon eine Antwort auf mein Schreiben. Sie haben auch in meinen Blog geguckt und fanden die Idee prima. Seit diesem Tag schreibe ich regelmäßig mein Tagebuch und merke, dass es mir ziemlich gut tut. Liebe Grüße von Andrea

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  2. Alles auf den Punkt gebracht. Genauso geht es mir jetzt fünf Jahre nach der Behandlung. Von einem unbeschwerten Leben kann kaum die Rede sein, ziehen die Nachwehen der Krankheit immernoch ihre Kreise. Aber ich lebe und lerne langsam mit der Situation zu leben.

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    1. Liebe Manuela, das mit der Unbeschwertheit ist so eine Sache. Ich bin überzeugt, dass es ganz vielen Menschen nach einer solchen Erkrankung nicht mehr gelingt, völlig unbeschwert und immer fröhlich durch ihr Leben zu gehen. Dazu ist die Erfahrung zu einschneidend, die Folgen nicht nur körperlich noch lange zu spüren. Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg und immer mehr unbeschwerte Momente.

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  3. Sehr gut geschrieben ! Danke ! Aber in der Gesellschaft kommt das Problem nicht an. Weder bei vielen Ärzten, Arbeitgebern, Versorungsamt, Gerichten, „Freunden“ uvm. Man hat einfach nur zu funktionieren. Ach ja, wenn dann die Chemo aufgrund eines abweichenenden Wertes von 0,1 nicht sinnvoll war und somit nicht durchgeführt wurde, sondern ’nur‘ eine Strahlentherapie und jahrelang Tabletten, war es ja sowieso nicht so schlimm mit dem Krebs…

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    1. Du hast vollkommen recht, Emma! Das ist auch einer der Gründe, warum ich diesen Blog begonnen habe. Weil ich es selbst erlebt habe, wie wenig Verständnis und Unterstützung von „außen“ kommt, weil es meine PatientInnen tagtäglich berichten. Ich hoffe, einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können, dass unsere Gesellschaft die Problematik der Betroffenen erkennt, indem ich ganz offen darüber spreche und schreibe. Dir wünsche ich viel Kraft und Unterstützung von lieben Menschen!

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  4. Danke für die aufrichtigen Worte. Ja es ist schwer das hinterher. Der Krebs hat so viel verändert. Mein Körper ist nicht mehr so wie ich ihn immer kannte.Mal von den Operationen abgesehen, die Tabletten tun den Rest. Ich bin so dick geworden und die Schwester beim Arzt meinte da wird man nun mal dick. Nicht sehr tröstlich. Seit der Strahlentherapie geht mir immer noch öfter die Luft aus. Trotzdem bin ich froh das ich lebe und jammern gibt es nicht. Deshalb ist es gut, dass jemand Verständnis hat. Danke.

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    1. Liebe Petra, oft ist es sehr schwierig, mit den Veränderungen zurecht zu kommen, die durch die Krankheit und ihre Behandlung in unserem Körper ausgelöst werden. Und das ist weder in der Gesellschaft ein anerkanntes Problem und oft nicht mal noch in Kreisen der behandelnden Ärzte! Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass mir Yoga diesbezüglich sehr gut getan hat, habe ich mein Buch „Yoga zurück ins Leben“ geschrieben. Vielleicht ermöglicht Yoga auch dir einen neuen Zugang zu positivem Körperempfinden. Als Ausgleich zu all den Tabletten kann ich dir empfehlen zu versuchen, deine Ernährung so naturnahe wie möglich zu halten. Also weg von Industrieprodukten mit all ihrer Chemie drin, hin zu selbst gekocht und mit Liebe zubereitet. Ich wünsche dir alles Gute!

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      1. Liebe Claudia, ich freue mich schon sehr auf Dein Buch. Ich möchte es unbedingt haben. Auch ich werde bald eine Fortsetzung meines ersten Buches: Mein Leben mit Brustkrebs und wie ich das positive Denken erlernte herausgeben. Es wird ca. Ende Mai Anfang Juni fertig sein. Ich wünsche Euch allen hier noch einen schönen Abend. meinlebenmitbrustkrebs.blogspot.com

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  5. Alles was ich bis jetzt gelesen habe gefällt mir, ich habe auch mit den Nachwirkungen zu kämpfen 2 1/2 Jahre nach der Chemo immer noch ganz stark mit Polyneuropathie an Händen und Füßen zu kämpfen,
    bisher leider noch keinen Erfolg, Aber ich gebe die Hoffnung nich auf ich werde schon noch etwas finden was mir hilft damit ich endlich wieder Auto fahren kann

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  6. Liebe Inge, mit Polyneuropathien kämpfen leider ganz viele Menschen nach Chemotherapien, vor allem Frauen. Was meinen Patientinnen besonders gut tut sind ayurvedische Fußmassagen mit speziell auf die jeweilige Symptomatik abgestimmten Heilölen. Wenn du keine Möglichkeit für eine Ayurvedamassage hast, versuch’s mal mit Selbstmassage mit einem Öl, das dir angenehm ist. Oder lasse dir die Füsse von einer Freundin massieren.

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      1. Hallo Inge, verschiedene Ergotherapiepraxen, welche auf onkologische Befunde spezialisiert sind, bieten ebenfalls spezielle Massagen mit speziellen Ölen, sowie Paraffinbäder an. Dies hat mir sehr geholfen. Einfach mal die Praxen in deiner Nähe anfragen. LG Chrissi

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      2. Liebe Chrissi,danke für deinen Beitrag bin schon auf der suche klappere die Einrichtungen ab.Wünsche ein schönes Wochenende

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  7. Danke für den Beitrag , ich habe 2005 das Mamakarzinom gehabt wurde durch Zufall gefunden und habe Strahlentherapie und Tabletten bekommen es hat sehr lange gedauert bis es mir besser ging.Nun habe ich Darmkrebs bin jetzt in der 12 Chemotherapie Phase und hoffe das es am 5 März vorbei ist und ich mich erholen kann von Durchfall und anderes. Meine Tochter und mein Mann haben den Kampf verloren.lg karin

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  8. Sehr wahr geschrieben. Ich habe immer sehr viel Angst. Bin so fürchterlich müde. Vor allem kenn ich mich nicht wieder….Früher habe ich alles sofort angefasst und gleich erledigt. Heute schaff ich das nicht. Leide auch an polyneuropathie….Kann mich auch nicht mit der operierten Brust anfangen….

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  9. Ich bin ganz fasziniert von diesem Block. Endlich lese ich wie es anderen Krebskranken nach der Chemo und strahlentherapie geht. Ich hatte vor 2 1/2 Jahren ein aggressives B-Zell-Lymphom und leide immer noch unter Polyneuropathie in den Füßen sowie ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Habe das Gefühl, dass es meine Umgebung nicht versteht, zumal der Akutzustand schon so lange her ist. Deswegen bin ich geradezu froh hier zu lesen, dass es anderen auch so geht. Vielen Dank für eure Berichte, das macht mich froh nicht allein mit diesen Problemen zu sein.

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    1. Habe vor fast zwei Jahren auch eine Therapie bei B-Zell-Lymphom begonnen! Und bin auch bis heute müde und abgeschlagen! Das Verständnis fehlt aber oftmals im Umfeld. Weil die Therapie ist ja zu Ende – was soll dann noch sein?

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    2. Liebe Uschi, liebe Martina! Lasst euch nicht unterkriegen! Menschen, die eine solche Erkrankung nicht erlebt haben, können nicht nachvollziehen, wie es euch geht. Deswegen ist es mir so wichtig, mit meinem Blog eine Plattform dafür zu schaffen, dass sich Betroffene wieder als „normal“ erleben können. Denn es gibt gute Gründe dafür, wie es euch ergeht und ihr seid nicht allein damit. Mit meinen Beiträgen versuche ich, euch vielleicht den ein oder anderen Tipp zu geben, wie ihr etwas für euer Wohlbefinden tun könnt. Alles Liebe!

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    1. Liebe Mona, ich glaube durchaus, dass diese Symptome durchaus auch nach so langer Zeit auftreten können. Bei mir war das auch so. Das Gehirn kann ziemlich gut verdrängen. Zunächst überwog die Euphorie, den Krebs besiegt zu haben. Viele Jahre später merkte ich dann, dass es mir gar nicht gut ging. Ich war depressiv, agressiv und habe mich mit viel Essen getröstet. Natürlich ein Teufelskreis! Was bei mir dir Rettung war: Sport! Ob es Yoga ist oder Laufen, egal, mach etwas was dir Spass macht. Das verteibt das Fatigue- Syndrom, macht wunderbar gute Laune und du fühlst dich hinterher jedesmal stärker und gesünder!

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      1. Liebe Richarda, du hast mit der Bewegung einen Weg gefunden, der sich für viele Betroffene als sehr hilfreich erwiesen hat. Und genau das war auch meine Erfahrung, nämlich mit Yoga. Mein Buch „Yoga zurück ins Leben“ erscheint übrigens mit Anfang April.

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      2. Richtig. Sport tut mir gut. Muss kein Leistungssport bis zur völligen Erschöpfung sein. Was spass macht. Ich Wolken gerne durch die Natur und habe das radeln zu jeder gelegenheit für mich entdeckt.
        Was nicht gut tut, ist der stress in dem Frau sich selber begibt.
        Ich dachte immer das ich mithalten muss, und das hat mich fertig gemacht.
        Freue mich auf weiteren Erfahrungsaustausch hier.
        Aus Stuttgart Cornelia

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    2. Liebe Mona, leider ist auch 7 Jahre nach einer Krebserkrankung gut möglich, dass Nachwirkungen spürbar sind. Was gut sein kann ist, dass sich das Geschehen verselbständigt hat. Dazu werde ich in einem meiner kommenden Blogs berichten. Alles Gute, Mona!

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  10. Ihr alle, die Autorin wie die Betroffenen, sprechen mir aus der Seele. Bis jetzt dachte ich, ich stünde allein mit meinen “Wehwehchen“: Fatigue, Polyneuropathie und seit neuestem Schmerzen in den Gelenken. Die Diagnose Mammakarzinom bekam ich am 1.4.2014, Op, Chemotherapie und Bestrahlung bis Ende des Jahres 2014. Als ich dann aus der Reha kam, meinten die meisten in meinem Umfeld:“ Jetzt bist du ja wieder gesund, hast alles überstanden!!“ Meine Einwände versteht kaum jemand. Deswegen gehe ich jetzt zur Psychotherapie. Das tut mir gut, aber ich hardere immer wieder damit dass ich mich immerzu rechtfertigen soll. Warum ich mich hinlegen muss, warum ich nicht Vollzeit arbeiten kann etc pp.
    Sorry, alles was lang geworden, man findet so selten e jemanden der all das nur zu gut kennt. Ich wünsche allen alles liebe und gute und bleibt so tapfer wie bisher. Auch ich lasse den Kopf nicht sinken und kämpfe weiter. Schönen Abend und schönes Wochenende
    Ute

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    1. LiebeUte! Ist es nicht verrückt? Wenn jemand einen schweren Autounfall hatte, ist jedermann klar, dass er geraume Zeit braucht, um wieder voll einsatzfähig zu sein. Wie wenig Bewusstsein es dafür in Sachen Krebs gibt, zeigt sich ja schon allein anhand der Tatsache, dass es bis vor einigen Jahren nicht mal onkologische Reha-Einrichtungen gab. Zum Glück ändert sich der Umgang der Öffentlichkeit mit dem Thema Krebs allmählich, aber es ist immer noch ein weiter Weg zur vollen Anerkennung der Situation der Betroffenen. Halte weiterhin den Kopf so tapfer hoch, alles Liebe!

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  11. Ein toller Blick,den ich erst jetzt entdeckt habe.Hatte vor 3 Jahren Brustkrebs.Habe mich so verändert.Habe das Gefühl ich schaffe nichts mehr so richtig.Nehme mir Sachen vor und kriege nichts hin.Bin oft verzweifelt.

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  12. Ihr lieben Mitbetroffnen,ich finde alle Beiträge sind einzigartig und trotzdem ist es auch eineBeruhigung das man nicht alleine mit diesen Problemen zu kämpfen hat. Ich danke allen und wünsch für alle viel Erfolg bei den Therapien auch wenn es manchmal nur wenig Linderung gibt.Aber ich denke wir kämpfen alle damit es uns besser geht. Ich wünsch allen ein schmerzfreies und erholsames Wochenende LG Inge

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    1. Hallo zusammen, habe schon gedacht ich gehöre auf einmal zu den eingebildeten Kranken, da ich diese Symptome mir nicht erklären konnte. Bin im Mai 2016 an Gebärmutterschleimhautkrebs bösartig 7 Stunden operiert worden, Juni Bestrahlung und ab Juli bis November Chemo. Habe halt auch gedacht jetzt hast alles hinter dir und bist wieder fit, aber dem ist leider nicht so. Meine Hausärztin sagt immer ich müsste Geduld haben, das könnt bis zu 1 Jahr oder länger dauern.
      Euch allen alles Gute

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      1. Liebe Waltraud, das ist leider genau das Problem. Und der Grund, warum ich diesen Text geschrieben habe. Es sagt uns nämlich niemand, was uns tatsächlich erwartet, weil es wohl auch kaum jemand weiss (selbst unter den behandelnden Ärzten). Dir von Herzen alles Gute!

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